On the way back!

Am MONTAG (05.05.14) mussten wir schon wahnsinnig früh aufstehen, weil ich zum Flughafen musste. Meine Reise sollte von La Paz nach Santa Cruz, von dort aus weiter nach Miami, über den großen Teich nach London und letztendlich nach Amsterdam gehen. Andrea und ihr Vater haben mich zum Flughafen gefahren. Als wir angekommen sind, war die Schlange von American Airlines noch geschlossen, so dass wir ein wenig warten mussten. Dort hat uns eine Mitarbeiterin von American Airlines jedoch schon erzählt, dass mein erster Flieger nach Santa Cruz Verspätung hatte – ganze vier Stunden. Da wurde mir schon klar, dass meine ganze Reise in Gefahr stand, weil ich meine weiteren Anschlüsse nicht bekommen würde. Als wir dann am Schalter waren, hat sich die ganze Situation noch verschlimmert: wir haben die Information bekommen, dass mein Flug entweder 6 Stunden Verspätung haben würde oder vielleicht auch gar nicht fliegt. Ich hatte nun zwei Möglichkeiten – entweder darauf hoffen, einen Platz in einer anderen Airline zu bekommen (auf diese Chance hätte ich aber 2 Stunden warten müssen und hatte keine Garantie, dass dies irgendwie funktioniert) oder mich direkt zu entscheiden, die gleichen Flüge, die ich für montags gebucht hatte, einfach auf dienstags zu verschieben. Ich war in dem Moment total überfordert mit der Situation, so dass ich erstmal zu Hause anrufen musste, um abzuklären, was die bessere Lösung wäre. Ich habe mich dann letztendlich dazu entschieden, die gleichen Flüge für den nächsten Tag zu buchen. In dem Moment war ich einfach ein wenig geschockt – dies hatte gar nichts damit zu tun, dass ich einen Tag länger in Bolivien geblieben bin. Andrea und ihr Vater haben mir auch sofort angeboten, dass ich natürlich einen Tag länger bei ihnen bleiben durfte. Ich brauchte einfach einen Moment, um die Situation zu realisieren. Ich hatte mich schließlich darauf eingestellt, nun eine 27-stündige Reise auf mich zu nehmen, hatte alles gepackt und mich von allen Menschen und von La Paz verabschiedet.

Wir haben uns also wieder auf den Weg zu Andreas Haus gemacht. Die Familie hat sich für die Arbeit fertiggemacht und ich habe mich noch einmal ins Bett gelegt. Gegen Mittag habe ich mich dann auf den Weg nach San Miguel gemacht. Ich hatte morgens am Flughafen einen Gutschein für ein Mittagessen im einem 5 Sterne Hotel, dem Casa Grande Hotel bekommen, den ich nun einlösen wollte. Im Hotel hat man sich wahnsinnig um mich gekümmert und ich hatte das Gefühl, mich quer durch die Speisekarte essen zu können. Und alles war so lecker! Habe noch ein wenig die Atmosphäre dort genossen und habe mich dann mit Andreas Mutter getroffen, weil wir zu American Airlines gehen wollten, um meine Boardkarten für den nächsten Tag abzuholen und alles weitere für meine Abreise zu organisieren. Gegen Abend habe ich mich dann mit Andrea zum Essen getroffen und dann ging das Ritual vom Vorabend wieder los – duschen, packen, sich von allen verabschieden und früh ins Bett.

Als wir am DIENSTAG aufgestanden sind, war ich wahnsinnig aufgeregt, weil ich Angst hatte, das wieder etwas mit meiner Reise nicht nach Plan verlaufen könnte. Die Sorgen waren zum Glück unbgeründet. Ich konnte ohne Probleme einchecken und musste mich dann von Andrea und ihrem Vater verabschieden. Wir waren beide nicht so traurig wie erwartet, weil wir aufgrund der Situation einfach zu angespannt waren. Ich habe mich dann auf den Weg zum Gate gemacht und auf das Boarding gewartet. Der Flug nach Santa Cruz und auch der nach Miami sind ohne Probleme verlaufen. Als wir in Miami gelandet sind, wusste ich, dass ich mich jetzt beeilen musste, damit ich meinen Anschlussflug nach London bekommen konnte. Ich habe mich also bemüht, früh aus dem Flugzeug zu kommen und habe dann möglichst viele Menschen überholt, um so schnell wie möglich an der Schlange für die Einreise in die USA anzukommen. Dort bin ich erst recht schnell weitergekommen, so dass ich frohen Mutes war. Als es jedoch so weit war, sich vor einem einzelnen Immigration Desk anzustellen, wurde die Sache immer schwieriger. Die Reisenden, die vor mir in der Schlange standen, haben bei der Einreise sehr lange gebraucht. Ich hatte sogar einen Mann vor mir, der vergessen hatte, seine Zollerklärung auszufüllen – er musste also wieder zurück, sich die Zollerklärung holen, diese ausfüllen und durfte sich dann zu allem Überfluss wieder vor mich in die Schlange stellen. Als es dann endlich so weit war, dass ich dran war, bin ich zum Schalter gegangen, wo der Beamte so dreist war, mir zu sagen, dass ich bitte in die Schlange zurückgehen sollte, weil er einmal zur Toilette müsste. In aller Seelenruhe nahm er seine Sachen und machte sich auf den Weg. Schreckliche 10 min später kam er zurück und ich durfte endlich nach vorne. Nachdem mir ziemlich unangenehme Fragen gestellt wurden, die nicht wirklich etwas mit meiner Einreise in die USA zu tun hatten, durfte ich ENDLICH weiter. Ich musste nun meinen Koffer vom Band holen, durch den Zoll und den Koffer wieder einchecken. Normalerweise flitzt man einfach mit seinem Koffer in der Hand an den Zollbeamten vorbei und darf weiter. An dem Tag bildete sich aber wieder eine riesig lange Schlange vor den Zollschaltern, so dass ich wieder warten musste. Ich sah meinen Flieger schon vor meinem inneren Auge davonfliegen…mir wurde bewusst, dass ich auch noch gar nicht wusste, zu welchem Gate ich muss. Miami ist ja schließlich ein riesiger Flughafen, in dem man mitunter mit einem Airtrain von einem Terminal zum nächsten fahren muss. Als ich endlich reibungslos durch die Zollkontrolle gekommen war, musste ich weiterflitzen um zur Sicherheits- und Handgepäckkontrolle zu kommen. Als ich dort in der Schlange stand, hatte schon das Boarding begonnen. Also, schnell durch die Kontrolle und weiterrennen. Zum Glück habe ich dann rausgefunden, dass mein Gate im gleichen Terminal lag – ich musste also nur noch schnell laufen und war dann endlich dort! 10 min nach Boardingbeginn stand ich also völlig außer Atem und verschwitzt am Gate und konnte ins Flugzeug steigen. Der Flug war sehr gut, das Flugzeug war sehr neu und für die Economy Class relativ luxuriös. Ich konnte mich also endlich ein bisschen entspannen. Als ich in London angekommen bin, hatte ich mehrere Stunden Aufenthalt, bis es dann weiter nach Amsterdam ging. Bis auf die Tatsache, dass auch dort bis zur letzten Sekunde das Gate nicht feststand, verlief alles ohne Probleme und ich bin endlich in Amsterdam angekommen, so mich Mama und Lothar in Empfang nehmen wollten. Nachdem ich gefühlt wieder quer durch den gesamtem Flughafen laufen musste, habe ich am Gepäckband auf meinen Koffer gewartet. Als hätte ich es geahnt, ist mein Koffer leider nicht angekommen. Ich konnte nicht fassen, dass das nach all den Turbulenzen auch noch passieren musste. Zum Glück habe ich sofort die Information bekommen, dass er nur in London hängengeblieben ist und man ihn mir nachschicken würde. Doch zuerst hieß es für mich Formulare aufüllen und Fragen beantworten. Dann konnte ich endlich endlich endlich in den Ankunftsbereich, wo ich in die Arme meiner Mama gefallen bin – ich war einfach so erschöpft. Zusammen sind wir dann nach Hause gefahren, wo ich dann nach meiner 35-stündigen Reise um 20Uhr angekommen bin.

On MONDAY (May 5th 2014) we had to get up really early since I had to go to the airport. My journey was going from La Paz to Santa Cruz, over Miami and London to Amsterdam. Andrea and her father drove me to the airport. After we arrived, we had to wait at the American Airlines counter because it was still closed. Waiting there, an employee from American Airlines informed us that my first flight was a total of four hours delayed. I started to realize that my whole journey was going to be in danger – I wouldn’t be able to catch all my further connecting flights. When we arrived at the American Airlines counter the situation got worse: we were informed that my flight was either going to be 6 hours late or was going to be cancelled. From now on I had to choices: I could either wait for a different airline to take me (which was not secured…) or I could decide right there and then to change all my flights to the next day. I was totally overwhelmed by the situation. So I called home to figure out with my mum which of the options was the best solution. I decided to change my flights to the next day. I was totally sure about my decision since it was the safest option but I was just shocked by the situation. This didn’t have to do anything with the fact that I had to stay in Bolivia one more day. I was very lucky that Andrea and her father offered right away for me to stay another day in their home. I just needed a moment to figure out the situation for myself. I had mentally prepared myself to start a 27-hour journey, had packed all my stuff and had said my goodbyes to all the people and to La Paz.

So we went back to Andrea’s house. The family got themselves ready for work and I went back to sleep for a little while. At noon I went to San Miguel to have lunch at the Casa Grand Hotel – at the airport I had received a voucher to have lunch there that day. I was perfectly catered and taken care of in the hotel and I had the feeling of being able to eat everything that the menu offered. Everything was so delicious! After lunch I enjoyed the atmosphere in the hotel a little more and met up with Andrea’s mum. We went to the American Airlines office in order to organize everything for the following day and get my boarding passes. At night I met up with Andrea to have dinner and after that the ritual from the day before started again: taking a shower, packing my stuff, saying goodbye to everyone and going to bed early.

When we got up early on TUESDAY I was insanely nervous because I was afraid that something was going to go wrong with my journey again. But luckily my concerns were unfounded. I didn’t have any trouble checking in and then I had to say goodbye to Andrea and her father. We were both not as sad as we had expected since we were so tense because of the whole situation. After leaving the two of them I made my way to the gate and waited for boarding. The flight from La Paz to Santa Cruz went smoothly as well as the one to Miami.

Arriving in Miami I knew that I really had to hurry up in order to catch my flight to London – I had two hours for my transit. I tried to get out of the plane as soon as possible and passed as many people as possible while hurrying to the immigration desks. At first everything went well there and I was positive that I would arrive to my gate in time. But when the small lines formed in front of the immigration desks, the situation started to worsen. All of the people that waited in front of me in the line took a long time at the immigration desk. There was even a man that had forgotten to fill out his customs and border protection slip – he had to go back, get a slip, fill it out and was allowed to go in front of me in the line again. When it was finally me who was next in line, I went to the counter. The officer there told me that I had to go back to the line again because he had to go to the bathroom. He took his stuff and left the counter totally relaxed. Gruesome 10 minutes later he finally came back and I was finally able to do the immigration. After a huge amount of weird questions and another 5 minutes later I ran to the baggage claim to get my luggage and went to check it back in. Normally you just cross a customs desk with your luggage and give the customs slip to an officer. This time it was different: there was another huuuge line in front of the customs desks and I had to wait for minutes and minutes again. In my mind my flight was already leaving without me…right there and then I also realized that I didn’t know my gate yet! Miami has a huge airport where you might have to take an airtrain to get to your gate.

After successfully passing the customs desk, I checked my luggage back in and ran to the security control. While waiting in line there the boarding of my flight had already started. So I tried to get through quickly and started running again. I had luckily already found out that my gate was at least in the same terminal. So I just had to run a little more until I finally made it! Panting and sweating I arrived 10 minutes after boarding had started. But I have to say, the flight that followed this torture was really relaxing and kind of luxurious for coach. So I finally was able to catch my breath and chill out a little. I arrived in London early that wednesday morning and had a few hours until my flight to Amsterdam was about to take off. Expect the fact that my gate was not displayed until the last minute, everything went well with my last and final flight. So I arrived in Amsterdam where mum and Lothar wanted to welcome me. After having to walk through the whole airport until I reached the baggage claim, I waited for my luggage. As if I had foreshadowed it, my suitcase was not there. I couldn’t believe that after everything that had gone wrong with my travels, my luggage was missing. Luckily I immediately got the information that it got stuck in London and American Airlines was going to send it on to my home address. But before that was going to happen I had to fill out a bunch of forms and answer a lot of questions. Having done that I was FINALLY FINALLY FINALLY able to greet my mum and Lothar – I was just so exhausted. We drove home together where we arrived at 8 p.m. after my 35-hour journey.

The Casa Grande Hotel

The Casa Grande Hotel

Foto 2-7.

Dessert!!!

Dessert!!!

Adios mi amiga!!

Adios mi amiga!!

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